Wie entstehen politische Entscheidungen? Welche Auswirkungen haben Gesetze auf Unternehmen im Alltag? Und welche Rahmenbedingungen braucht der Wirtschaftsstandort Deutschland, um zukunftsfähig zu bleiben? Antworten auf diese Fragen suchten Carolina Hermann (Inhaberin, Carolina J. Hermann Consulting) und Gewa Neske (Geschäftsführerin, GeNeTec GmbH) – beide Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Kreis Hagen/Ennepe-Ruhr – beim Know-how-Transfer 2026 der Wirtschaftsjunioren Deutschland in Berlin.
Als zwei von 150 jungen Unternehmer:innen und Führungskräften aus ganz Deutschland begleiteten sie eine Woche lang Bundestagsabgeordnete durch deren parlamentarischen Alltag: Carolina Hermann die Abgeordnete Tijen Ataoğlu, Gewa Neske den Abgeordneten Florian Müller. Das Dialogformat bringt seit mehr als drei Jahrzehnten junge Wirtschaft und Politik zusammen und schafft Raum für persönliche Begegnungen und offenen Austausch über die Zukunft Deutschlands.

Hautnah dabei: eine Sitzungswoche im Bundestag
Während der Sitzungswoche erhielten Carolina Hermann und Gewa Neske Einblicke in politische Entscheidungsprozesse auf Bundesebene. Sie nahmen an Gesprächen, Sitzungen und parlamentarischen Terminen teil und diskutierten mit politischen Entscheidungsträger:innen aktuelle wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderungen. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, die Perspektive junger Unternehmer:innen unmittelbar in die politischen Debatten einzubringen.

Im Fokus: Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Fachkräfte
Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Zukunftsthemen: die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland, Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Innovation sowie die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – Themen, die Unternehmen unabhängig von Branche oder Region derzeit gleichermaßen beschäftigen.
Der Know-how-Transfer verfolgt dabei einen doppelten Ansatz: Teilnehmende gewinnen ein besseres Verständnis für politische Entscheidungsprozesse und die Arbeit der Abgeordneten. Gleichzeitig erhalten Politiker:innen die Gelegenheit, die Herausforderungen junger Unternehmer:innen aus erster Hand kennenzulernen. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu schaffen und den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft nachhaltig zu stärken.
Das aktuelle Stimmungsbarometer der Wirtschaftsjunioren Deutschland zeigt, wie aktuell diese Themen sind: Junge Unternehmer:innen und Führungskräfte fordern vor allem entschlossene Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit – an erster Stelle steht der Bürokratieabbau. Gewünscht werden zudem schnellere Verfahren und verlässliche Rahmenbedingungen bei der Modernisierung des Standorts Deutschland. Der Know-how-Transfer bot die Möglichkeit, diese Anliegen unmittelbar mit politischen Entscheidungsträger:innen zu diskutieren und Impulse aus der unternehmerischen Praxis einzubringen.
Über den Know-how-Transfer
Der Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland bringt seit über 30 Jahren junge Unternehmer:innen und Führungskräfte mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zusammen. Während einer Sitzungswoche begleiten die Teilnehmenden Abgeordnete bei ihrer Arbeit und diskutieren aktuelle politische und wirtschaftliche Herausforderungen. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zwischen Politik und junger Wirtschaft zu stärken und den direkten Dialog zu fördern.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind mit rund 10.000 Mitgliedern das größte Netzwerk junger Unternehmer:innen und Führungskräfte in Deutschland. Der Know-how-Transfer zählt zu den wichtigsten Projekten des Verbandes und schafft seit Jahrzehnten eine Brücke zwischen politischer Entscheidungsfindung und unternehmerischer Praxis.

Schreibt für die Wirtschaftsjunioren Hagen / Ennepe-Ruhr über regionale Wirtschaft, Projekte und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

